| Team Rollsplitt - 24 h Le Mans 2007 |
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Freitag 29.6.2007: Die fehlenden zwei, Sabine und Sandro reisen individuell an. Sabine steckt wieder mitten in den Prüfungen und nimmt den Zug. Sandro hat geschäftlich so einen Druck, dass er uns erst einen Tag vor der Abreise bestätigen konnte, dass er mitmachen wird. Er wird dann mit dem Flugzeug und einem Mietauto ab Paris nach Le Mans reisen. Der zweite Halt in Frankreich brauchen wir am Mittag zum auftanken von unseren Mägen und dem Auto. Auto braucht Diesel, aber wo ist bei diesem Luxusliner der Tankdeckel??? Rechts? Links? Nein…. Hinten? Nein…. Ok, Fix findet ihn dann versteckt bei der Fahrertüre. Zuerst Fahrertüre öffnen, erst dann kann eine kleine Klappe in der Carrosserie geöffnet werden und dahinter ist der vermisste Tankstutzen zu finden. Kulinarisch werden wir nicht gerade Sportlermässig versorgt. Döner oder Hotdog, mit Pommes natürlich. Unser Chef fährt und Paris naht… langsam… die beiden Navigationssysteme lotsen uns synchron dem Ziel entgegen. Rueschtis perfekte Checklisten sind durchgedacht bis ins Detail – wenn die Leute danach handeln würden….. lach.. Wetterlage: kühl (17°C), bewölkt und windig. Dabei dachte ich immer auf der hintersten Sitzreihe, dass Rueschti müde ist und deshalb so zick-zack Kurs fährt. Beifahrer Thomas überwacht Rueschti nicht nur nebenan, sondern auch mit Google earth auf seinem Handy. Wir nähern uns Le Mans. Kurz vor 17.30 Uhr fahren wir auf den Camping Platz. Die Eingangskontrolle verpasst uns den ersten farbigen Bändel um das Handgelenk. 200 m später wird das bereits von der Zutrittskontrolle gecheckt. Die Deutschen von TNS (Tuesday Night Skate, Frankfurt am Main), unserem Organisator, sind bereits da und am aufbauen der Logistik. Food – Zelt, Ess – Pavillon, und ein Haufen Iglus rund herum. Der Himmel wechselt seine Farbe jede halbe Stunde. Von hell bis dunkel, von Sonne bis Regen, von starkem Wind bis zur lauen Brise. Die Temperaturen sind nicht gerade im Bikini Bereich und so können wir unsere stark trainierten Muskeln und Bodies gar nicht richtig präsentieren. Wir bauen unsere Zelte auf und sind ready vor dem feinen Regen mit unserem Schweizer – Weiler, hinten an der Betonmauer. Ein Bierchen in den Fingern und ein erster kleiner Spaziergang auf den Hügel mit dem Blick auf die Rennstrecke. „Safety cars“ drehen ihre Runden, als ginge es ums überleben. Quietschend, slidend, und Zentimeter hintereinander blochen die beiden Audis um den Rundkurs. Nach dem Begrüssungsbierchen musste auch mal der der persönliche Tank geleert werden. Auf dem Zeltplatz ist ein neuer WC – Dusch – Bau errichtet worden. Genial, wenn man sich ans letzte Jahr zurück erinnert. Aber immer noch spärlich für 5500 Athleten und Athletinnen und sicher weit über 1000 Betreuer. Diese Kapazität wird sich dann später wieder bemerkbar machen, wenn die Kolonnen lang und länger werden für die Toiletten und Duschen. Bis anhin kannte man das anstehen vor Toiletten ja nur bei den Frauen. Eine Stunde später treffen auch die Deutschen im Car ein. Erinnern wir uns ans letzte Jahr wo wir warten mussten bis es dunkel war… und das alles nur wegen dem WM – Spiel Deutschland – Argentinien (GER gewann damals im Penalty schiessen). An uns Schweizer dachte niemand, obwohl wir schon fast am verhungern waren. Aber dieses Jahr war alles anders…. Kein Fussball, keine Warterei und das Essen schon in der Vorbereitung. Eine kleine Shirt-Präsentation der Linie Le Mans 2007 sollte auf unsere optische Erscheinung aufmerksam machen. Einfach ein Shirt in die Luft halten – darunter kann sich kein Mann vorstellen wie das tatsächlich ausschauen sollte. Also zwängen sich ein paar Girls in die eher 2-3 Schuhnummern zu klein bestellten Shits und geben eine perfekte optische Darstellung ab - jetzt zur Verständlichkeit aller Jungs. |