| Team Rollsplitt - 24 h Le Mans 2006 |
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Team Rollsplitt beendet das Rennen mit dem fulminanten Finish von Sandro. Sandro wurde kurz vor dem Wechselverbot eingewechselt und hatte mit seinen 2 letzten Rennrunden Zeiten hingelegt die uns schlicht zusammenzucken liessen. Damit schaffte er es noch vor Ablauf der 24 h das Ziel ein letztes Mal zu passieren. Ein kleine Verschnaufpause gönnte er sich nach dieser Zieldurchfahrt – in der Meinung, dass die letzte Runde wirklich nur noch zum auslaufen und beenden war. Dem war aber nicht so und auch diese Runde sollte zu der Zeit zählen. Frustriert über diese Tatsachen dass er doch noch die dritte Runde aneinander hätte Vollgas laufen sollen. ABER – Sandro hat unser Team mit seiner Schlussleistung vom Rang 102 auf den Rang 98 vorgeschoben. Bravo können wir da nur sagen. Fix beobachtete diese Schlussphase von der Tribüne aus um besser die ganze Szene überblicken zu können und wieder ein bisschen von der verpassten Zeit im Rennbericht zu schreiben. Die Siegerehrung um 16.30 Uhr interessierte nur noch für die statistischen Werte um den Rang und die Rundenanzahl zu erfahren. Das Siegerteam machte 201 Runden, Team Rollsplitt machte 148 Runden. Das sind zwar über 220 km Rückstand auf das Siegerteam, aber wir sind stolz auf unsere Leistungen, auch wenn man bedenkt, dass wir pro Stunde 2x überrundet wurden….. na ja…. Aber zum Teil wurden bei den Spitzenteams auch strategische Mittel eingesetzt. Diese schickten öfters einen Pacemaker mit auf die Runde um den Athleten mit dem Chip im Windschatten fahren zu lassen. Wir machen noch ein paar Schlussfotos auf der Rennstrecke und schauen dann die Siegerehrung. Die Box Nummer 42 wird aufgeräumt, die Teams zotteln ab Richtung Camp. Um 19.00 Uhr sollte der Platz geräumt und alle Teams verschwunden sein. Nicht mehr einräumen müssen wir folgende Deutschen (Lebensmittel natürlich): 30 Kg Teigwaren, 12 kg Truthahnfleisch, 200 Eier, 400 Flaschen Bier, ca. 650 l Mineralwasser, 72 Flaschen kleine Sektflaschen, eine Bananenkiste voll Bananen, Energieriegel, Magnesiumtabletten, und und und……. 18.30 Uhr, der Platz ist clean und TNS plus (das heisst mit den Schweizern) ist abfahrbereit Richtung Hotel in Le Mans. Eine Nacht in einem normalen Bett, das haben wir uns verdient. Über Umwege und Baustellen fahren wir zum Hotel Mercure in Le Mans. Duschen und futtern! Wir freuen uns. Bis um 20 Uhr sollte sie Küche bereit sein für die 24 h – finisher. OK, das essen geht los…. Im Saal ist es heiss. Etwa so, wie wenn Du das Mittagessen bei brütender Hitze im Iglu-Zelt einnehmen würdest. Schritt 1: Fenster öffnen. Resultat: bringt nicht viel. Schritt 2: Essen fassen und nach draussen auf den Rasen sitzen. Na ja, diese Variante ist uns ja eh geläufiger, als schön brav auf den Stühlen sitzen. OK, zwei Leute wollen die zurückerlangte Zivilisation nicht ganz missen und nehmen gleich die Stühle mit nach draussen. Das TNS – Hotelleben findet also ab sofort wieder unter freiem Himmel statt. Der eine am Hauptgang, der andere am Dessert, der dritte beim Bier und der vierte pennt bereits die erste Runde im Gras. Qualitativ kommt die Hotelküche bei weitem nicht an unsere Feldküche an! Wir fordern also die Organisation auf, im nächsten Jahr einfach ein bisschen mehr Futter zu machen und dann gleich mit ins Hotel zu nehmen. Wir wären dann bescheiden und würden nur Teller und Besteck benützen. So wären wir wenigstens sicher, dass alle Teilnehmer richtig essen würden, nicht auf vollen Schüsseln warten müssten und sicher ohne Hunger und Magenverstimmung ins Bett gehen könnten. Wer meine Worte nicht richtig versteht, der sollte das einfach als Kompliment für unsere Küchenmannschaft ansehen. Zum Glück ist der Skater ein Herdentier. Zuerst rollt er wie ein Depp hundert Mal um einen Rundkurs und sobald er Hotelkomfort hätte, geht der erste an die frische Luft und ein paar Minuten später sitzen der grösste Teil der Leute auf dem Parkplatz. Halb elf, irgendwelchen Gästen ist es zu laut, also wird die Gesellschaft Richtung Minigolf-Anlage verschoben. Langsam verzieht sich einer um den anderen Richtung komfortables Bett – ein Wunsch den wir seit 2 Nächten haben. |