| Team Rollsplitt - 24 h Le Mans 2006 |
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Mit perfektem Sommerwetter reisen wir also unserem Ziel entgegen. In 30 h werden die ersten Rollen glühen, wenn der Belag unter den Rädern zu schmelzen droht. Eine kleine Anmerkung. Als mentale Vorbereitung hat Fix sich das Töffrennen in der 125er Klasse angeschaut. Tom Lüthi als Sieger umrundete die Strecke in gut 1.43 Min. Diese Marke sollte uns als Fernziel und als Motivation dienen. Die über 4 km lange Rundstrecke ist nicht ganz flach. Eine Steigung von 3.5 % über 600 m und ein Gefälle von 2% über 1000 m sind als zusätzliche Schwierigkeitsgrade eingebaut. Das Rennen kann mit Inlines oder mit Discoroller bestritten werden. Ein Staffettenstab aus Schaumstoff begleitet uns auf der Strecke. Gemäss Erfahrung wird eine Runde ca. 8 – 11 Minuten dauern Gegen halb zwei Uhr fahren wir an der Rennstrecke ein. Hunger ist im Moment unser grösster Begleiter. Wir suchen uns ein nettes französisches Restaurant und landen in einer null-acht-fünfzehn Spelunke. Menü: Entweder Fertig-Pizza oder Fertig-Käseschnitte und zum Schluss ein Ristretto. OK – Tank gefüllt und wir gehen zurück zum Bus und suchen den Weg zum Camp. Rund um die Rundstrecke herum, ein riesiges Gelände in einer schönen Landschaft eingebettet. Da soll wieder einmal einer sagen, eine Rennstrecke verschandelt die Gegend. Wäre hier keine Rennstrecke, wären wir nicht hier und würden diese schöne Gegend sehen. Also Ziel wird gefunden. Es hat bereits eine mehrere Hundert Meter lange Autoschlange die auf Einlass in das Camp wartet. Unsere Deutschen Organisatoren sind bereits in der 2. Startreihe mit dem ersten Auto und an etwa 5. Position mit dem zweiten Bus. Die so genannte Vorhut und Kochmannschaft mit Frank und die Führerscheinlose Beifahrerin Lotte - die flotte. Am Campeingang werden mit einem Armband ausgerüstet – leuchtendes Gelb. Ob das schon eine Verwarnung sein sollte? Kaum im Camp werden die Plätze von den Teams mit Trassierbändern abgesteckt – so genannte Reviere. Wir haben unser Gepäck in den Küchenwagen geworfen und laufen durch das riesige Gelände an unsere Zieldestination und zuhause für die nächsten Tage. Wir machen uns gleich ans Zelt aufstellen. Technisch versierten Schweizer Jungs zuzuschauen ist eine Augenweide – das kann ich euch sagen. Sogar das 7 Euro Zelt von Fix tut seinen Zweck. Nur ist das Handicap, dass das Zelt kein Zelt ist sondern ein Windschutz für den Strand. OK – dafür war es billig, gäll Chrigi…. Flexibel wie wir sind, wird das unser Gepäck und Inline – Skates – Abteil. Ein kleines „Pfüsi“ zwischendurch wird auch gewährt und mit Freude die Zeit totgeschlagen. Die Gedanken schweifen oft schon in den Bereich von 24 h später. Was ist um 16 Uhr, was ist um 17 Uhr…… wir werden es sehen. Auch ein bisschen herumlungern im Camp gehört dazu. Wir hören immer ein bisschen das dröhnen von Motoren auf der Rennstrecke. Vereinzelte Rennfahrzeuge von Formel 3000 über Renaults und so ziehen ihre Runden. Manchmal begreifen wir zwar nicht ganz wo die Rennstrecke wirklich ist. Ausserhalb des Camps jaulen Töffmotoren im 10'000 Touren Bereich vorbei und sind eventuell noch schneller unterwegs als die Rennautos auf der Rennpiste. 17 Uhr. Wir gehen zurück und versuchen den TV zum laufen zu bringen – ohne Erfolg. Ein paar SMS und Radio News halten uns auf dem laufenenden was den Match Deutschland – Argentinien betrifft. 1:1 nach 90 Minuten, auch nach 120 Minuten. Penalty schiessen folgt. Gespannt stehen wir um das Auto eines Deutschen und hören Mannschaftsmässig das Penaltyschiessen mit. Kleine Zwischenfrage eines Deutschen: Für wen seid ihr eigentlich. Sorry Junge….. aber wir müssen uns auf die Reporter und den französische Kommentar konzentrieren………… OK – Deutschland ist im ½ - Final. Jungs wir haben Hunger und gehen emotionslos zurück Richtung Feldküche. Die Deutschen Mannschaften unseres Organisators TNS ( Tuesday Night Skating Frankfurt am Main) sind irgendwie noch gut 100 km von Le Mans entfernt. Aber der Schweizer Hunger ist schon hier. Also machen wir uns daran, das Futter vorzubereiten. Truthahn – Gschnetzlets mit Teigwaren und Salat – richtig guet. Damit wir uns mit der Freude der Deutschen solidarisieren und zeigen können, werden wir mit der Deutschen Malerei verunstaltet. Immerhin haben es die Deutschen Freunde einfach einfacher….. |